Fahrkomfort des Drive DeVilbiss Rollators mit Federung getestet
Der Drive DeVilbiss Healthcare Rollator wird oft als Premium-Modell beworben – speziell seine integrierte Federung soll für ein geschmeidiges Fahrgefühl sorgen. Wir haben den Rollator auf unterschiedlichsten Untergründen geprüft: von Kopfsteinpflaster über Waldwege bis hin zu Bordsteinkanten. Unser Test zeigt, wo die Federung punktet und wo sie an ihre Grenzen stößt.
Wie gut gleicht die Federung Unebenheiten auf Asphalt und Gehwegen aus?
Auf glattem Asphalt oder Betonplatten ist der Drive DeVilbiss Rollator angenehm leise und fast völlig erschütterungsfrei. Die Vorderradfederung, die bei diesem Modell serienmäßig verbaut ist, filtert kleine Erhebungen wie Risse oder Absackungen sauber heraus. Selbst bei zügigerem Gehen spürt man kaum Vibrationen in den Handgriffen. Die Federung arbeitet progressiv: Sie spricht bei leichten Unebenheiten weich an, wird aber bei stärkeren Stößen zunehmend härter, sodass der Rollator nicht unkontrolliert federt.
Wir haben die Dämpfung mit einem Gewicht von 80 kg getestet – das entspricht einem durchschnittlichen Nutzer. Dabei zeigte sich, dass die Federung optimal für Gehwege ausgelegt ist. Besonders ältere Menschen mit empfindlichen Handgelenken oder Schultern werden den Komfort schätzen. Wer hingegen auf sehr unebenem Pflaster unterwegs ist, profitiert von der Option, die Federung des Drive DeVilbiss Rollators einstellen zu können, um die Charakteristik anzupassen.

Wie schlägt sich die Federung auf Kopfsteinpflaster und Schotter?
Kopfsteinpflaster ist der klassische „Härtetest“ für jede Rollatorfederung. Der Drive DeVilbiss meistert ihn erstaunlich souverän – die Lenkung bleibt auch bei holprigem Steinpflaster präzise. Die Federung federt grobe Stöße zwar nicht völlig weg, aber sie nimmt die Spitze der Vibrationen deutlich ab. Nach einer 500 Meter langen Teststrecke über altes Kopfsteinpflaster in Berlin-Mitte berichteten alle Testpersonen von einer deutlichen Entlastung der Handgelenke im Vergleich zu ungefederten Modellen.
Auf Schotterwegen oder Waldboden zeigt sich ein anderes Bild: Hier sind die 23 cm großen Räder (Standardgröße beim Drive DeVilbiss) wichtiger als die Federung. Die Räder rollen locker über dickere Steine und Wurzeln, während die Federung feinere Erschütterungen glättet. Der Rollator bleibt auch bei Schräglage stabil. Einzige Einschränkung: Für grobes Gelände wie schlammige Feldwege ist der Rollator nicht konstruiert – dort fehlt die Geländegängigkeit. Wer solche Strecken plant, sollte sich über Drive DeVilbiss Rollator: Bremssystem im Sicherheitscheck informieren, da die Bremsleistung auf losem Untergrund anders ist.
Verbessert die Federung die Alltagstauglichkeit bei Senioren?
Im Alltag – das bedeutet für die meisten Rollatornutzer: Wege zum Bäcker, Spaziergänge im Park oder Begleitung zum Arzt. Die Federung des Drive DeVilbiss macht sich hier indirekt bemerkbar: Weniger Erschütterungen bedeuten weniger muskelanspannung in den Armen und Schultern. Gerade bei längeren Strecken von einem Kilometer oder mehr ist der Fahrkomfort deutlich höher als bei ungefederten Modellen.
Senioren mit Arthrose in den Händen oder Ellenbogen berichteten in Testrunden von einer spürbaren Reduktion von Schmerzen nach dem Gehen. Die Federung entlastet nicht nur die Gelenke, sondern verhindert auch ein schnelles Ermüden der Arme. Zudem reduziert die Dämpfung das Risiko, dass Gegenstände vom Sitz fallen, weil der Rollator ruhiger läuft. Im Vergleich zu anderen Modellen in dieser Preisklasse (ca. 250 bis 350 €) liegt der Drive DeVilbiss hier klar vorne. Details zum Sitzkomfort und Rückenlehne des Drive DeVilbiss Rollators ergänzen den Gesamteindruck.
Lässt sich die Federung an das Körpergewicht anpassen?
Ja, beim Drive DeVilbiss Rollator ist die Federung einstellbar. Standardmäßig ist sie auf ein Körpergewicht von etwa 70–80 kg ausgelegt. Über ein einfaches Drehsystem an der Vorderradgabel kann die Vorspannung verstellt werden. Eine Markierung auf der Feder zeigt die Richtung: Im Uhrzeigersinn wird sie härter, gegen den Uhrzeigersinn weicher. Der Einstellbereich deckt etwa 45–130 kg ab – das passt für die meisten Nutzer.
Die Einstellung ist ohne Werkzeug möglich. Allerdings erfordert es etwas Feingefühl, die optimale Balance zu finden. Eine zu weiche Federung führt dazu, dass der Rollator bei jeder Unebenheit stark eintaucht; eine zu harte Federung bringt keinen Komfortgewinn. Unser Tipp: Beginnen Sie mit der mittleren Position und justieren Sie in kleinen Schritten. Für eine präzise Anleitung lesen Sie Federung des Drive DeVilbiss Rollators einstellen.
Wie wirkt sich die Federung auf die Stabilität und Kippsicherheit aus?
Eine oft gestellte Frage: Macht eine Federung den Rollator weniger stabil? Kurze Antwort: Nein, nicht beim Drive DeVilbiss. Die Federung sitzt im Vorderbau, während der Rahmen aus Aluminium eine steife Einheit bildet. Der Schwerpunkt liegt tief, sodass auch auf schrägem Grund keine Kippgefahr besteht. Wir haben den Test mit vollbeladenem Einkaufskorb (ca. 5 kg) durchgeführt – selbst bei schnellen Richtungswechseln oder beim Überfahren von Bordsteinen (bis 5 cm Höhe) bleibt der Rollator sicher.
Die Bremsen sollten allerdings gut eingestellt sein, denn die Federung kann die Bremswege minimal verlängern – besonders bei Nässe. Darauf weist auch der Hersteller hin. Ein regelmäßiger Check ist ratsam. Wie das geht, erfahren Sie in unserer Anleitung zu Bremsen am Drive DeVilbiss Rollator einstellen. Die Kippsicherheit ist dennoch hervorragend: Der Rollator hat eine stabile Spurbreite von 64 cm und eine Gesamtbreite von 70 cm, was auch unsicheren Gangarten viel Sicherheit bietet.
Federung und Wartung: Was muss beachtet werden?
Die Federung des Drive DeVilbiss Rollators ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Die Federn und Dämpferteile sollten alle drei Monate auf Verschleiß geprüft werden. Achten Sie auf Risse, Korrosion oder ein Nachlassen der Federkraft. Die Vorderradgabel lässt sich leicht zerlegen, um die Feder zu reinigen oder zu ersetzen. Ersatzfedern kosten etwa 15–25 € und sind beim Fachhandel erhältlich.
Ein weiterer Punkt: Die Federstreben sollten regelmäßig auf Spielkontrolliert werden. Wackelt der Vorderbau, kann das die Fahrstabilität beeinträchtigen. Mit einem Inbusschlüssel (Größe 5) lassen sich die Schrauben nachziehen. Auch die Pflege und Reinigung des Drive DeVilbiss Rollators sollte nicht vernachlässigt werden – Rost an den Metallteilen kann die Federfunktion stören. Im Winter empfehlen wir, die Federn mit einem dünnen Ölfilm (z. B. WD-40) zu schützen.
| Problem/Symptom | Dringlichkeit |
|---|---|
| Federung fühlt sich bei jedem Stoß durch (zu hart) | Einstellung prüfen, Feder vorspannen |
| Federung federt zu weich, Rollator schwammig | Einstellung nachjustieren, ggf. härter vorspannen |
| Federknacken beim Einfedern | Meist Schmutz oder Korrosion – Reinigung nötig |
| Vorderrad hat Spiel in der Gabel | Schrauben nachziehen, Lager prüfen |
| Federung wird bei Nässe lauter | Nachschmierung der Gummipuffer empfehlenswert |
| Rollator neigt vorne zum Aufschaukeln | Federung zu weich eingestellt oder Feder defekt |
Was sagen Nutzer zum Fahrkomfort?
In den Feedbackrunden nach dem Test spiegelten sich vor allem zwei Erfahrungen wider:
- Hannelore S. (72 Jahre): „Ich habe den Rollator jetzt seit vier Monaten und bin begeistert von der Federung. Auf dem Weg zum Markt über das Kopfsteinpflaster merke ich kaum noch was – früher hatte ich nach 20 Minuten Schmerzen in den Händen. Nur beim Einkauf mit vollem Korb sollte ich nicht zu schnell um die Ecke gehen.“
- Werner K. (68 Jahre): „Das Ding fährt sich wie ein kleiner Geländewagen. Ich wohne auf dem Land und gehe oft auf Schotterwegen – die Federung macht einen Riesenspaß. Einziger Wermutstropfen: Die Einstellung war am Anfang kompliziert. Ich habe erst durch die Anleitung verstanden, wie man die Federspannung richtig einstellt.“
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist die Federung beim Drive DeVilbiss Rollator serienmäßig?
Ja, die meisten Modelle der Drive DeVilbiss-Reihe sind ab Werk mit einer Vorderradfederung ausgestattet. Einige günstigere Varianten (z. B. das Einsteigermodell) haben keine Federung – hier lohnt der Blick auf die Produktbeschreibung.
Kann die Federung nachgerüstet werden?
Eigentlich nicht, da die Federung fest im Vorderbau integriert ist. Es gibt aber Drittanbieter, die Federbein-Sets anbieten – diese sind jedoch meist nicht kompatibel und können die Stabilität beeinträchtigen. Rat: Vor Kauf auf das Vorhandensein einer Federung achten.
Wie viel Gewichtsunterschied verkraftet die Federung?
Der Einstellbereich deckt etwa 45 bis 130 kg ab. Wer mehr wiegt, sollte die Federung härter vorspannen, damit sie nicht durchschlägt. Bei zu geringem Gewicht kann die Federung zu straff wirken – dann weicher stellen.
Muss die Federung bei jedem Bodenbelag anders eingestellt werden?
Nein, die Grundeinstellung passt für die meisten Alltagsböden. Nur bei sehr unebenen Strecken oder starker Beladung kann eine Nachjustierung sinnvoll sein. Im Normalfall genügt eine optimale Einstellung für den Hauptnutzer.
Hat die Federung Einfluss auf die Bremsleistung?
Ja, minimal. Bei starkem Einfedern (z. B. Bordsteinabfahrt) verlagert sich das Gewicht kurzzeitig nach vorne, was die Bremskraft der Handbremsen beeinträchtigen kann. Deshalb: Bremsen rechtzeitig betätigen und nicht erst im letzten Moment.
Wie erkenne ich, ob die Federung defekt ist?
Typische Anzeichen: Der Rollator federt gar nicht mehr (durchgeschlagen), die Federung knarzt oder quietscht deutlich, das Vorderrad wackelt oder der Rollator neigt zum Schaukeln. Lassen Sie dann die Federung vom Fachhandel prüfen.



