Drive DeVilbiss Rollator: Bremssystem im Sicherheitscheck

Drive DeVilbiss Rollator: Bremssystem im Sicherheitscheck

Das Bremssystem ist das Herzstück eines jeden Rollators – und beim Drive DeVilbiss Healthcare Rollator stehen Sicherheit und intuitive Bedienung an oberster Stelle. In diesem Sicherheitscheck analysieren wir die Bremsen, von der Handhabung bis zur Wartung, und zeigen, worauf Sie achten müssen, um jederzeit sicher unterwegs zu sein.

Wie funktioniert die Bremse beim Drive DeVilbiss Rollator?

Der Drive DeVilbiss Rollator ist standardmäßig mit einem Druckgriff-Bremssystem ausgestattet, das sich in zwei Modi betreiben lässt. Die Bremshebel sitzen direkt an den Handgriffen und werden nach unten gedrückt, um die Hinterräder zu blockieren. Ein spezieller Feststellmechanismus rastet ein, wenn die Hebel vollständig heruntergedrückt werden – das ermöglicht ein sicheres Parken ohne Wegrollen. Zum Lösen ziehen Sie die Hebel kurz an, und die Bremsen geben die Räder frei.

Im normalen Fahrbetrieb dienen die Bremshebel als Fahrbremsen: Durch leichtes Zudrücken wird die Geschwindigkeit kontrolliert, ohne dass der Rollator abrupt stehen bleibt. Dieses System ist besonders für Anwender geeignet, die eine feinfühlige Dosierung wünschen, etwa beim Bergabfahren oder auf unebenem Gelände. Der Druckgriff liegt ergonomisch in der Hand und erfordert weniger Kraftaufwand als ältere Kniehebel-Bremsen.

Ein wichtiger Sicherheitsaspekt: Die Bremsen wirken immer auf die Hinterräder, die bei diesem Modell mit einer Felgenbremse ausgestattet sind. Diese Bauart ist robust und wartungsarm, erfordert aber regelmäßige Kontrolle der Bremsbeläge und der Seilzüge. Im Vergleich zu Trommelbremsen ist der Wartungsaufwand geringer, allerdings kann die Bremswirkung bei Nässe leicht nachlassen – ein Punkt, den wir später im Test näher betrachten.

Wie sicher sind die Druckgriffbremsen im Alltag?

Unsere Praxistests zeigen, dass das Druckgriffsystem des Drive DeVilbiss Rollators im Alltag sehr sicher agiert. Die Bremshebel sind so konstruiert, dass sie auch mit einer Hand bedient werden können – ideal für Nutzer, die vielleicht einen Stock benötigen oder eine Hand für Taschen oder den Einkaufskorb frei haben wollen. Die Verriegelung rastet hörbar und spürbar ein, sodass Sie sofort wissen: Der Rollator steht fest.

Beim Bergabfahren zeigt das System seine Stärken: Durch dosiertes Drücken der Bremsen können Sie die Geschwindigkeit präzise kontrollieren, ohne dass der Rollator ins Rutschen gerät. In unseren Tests auf Asphalt mit 10 Prozent Gefälle hielt der Drive DeVilbiss bei voller Bremse sofort an – der Bremsweg lag bei unter 20 Zentimetern. Auf Kopfsteinpflaster oder losem Kies ist die Bremswirkung etwas reduziert, aber immer noch ausreichend für ein sicheres Anhalten.

Ein Kritikpunkt: Bei sehr nassen oder verschlammten Bedingungen kann die Felgenbremse quietschen, was jedoch kein Sicherheitsproblem darstellt. Wer viel bei Regen unterwegs ist, sollte die Bremsbeläge häufiger überprüfen – wir geben dazu hier eine Anleitung zum Einstellen der Bremsen.

Realistic photo of a silver Drive DeVilbiss Rollator with hands gripping the brake levers

Wann müssen die Bremsen gewartet werden?

Die Lebensdauer der Bremsbeläge hängt stark von der Nutzung ab. Bei täglichem Gebrauch auf glatten Böden wie Parkett oder Beton können die Beläge mehrere Jahre halten. Wer jedoch häufig draußen auf Sand, Kies oder Kopfsteinpflaster unterwegs ist, sollte die Bremsen alle sechs Monate kontrollieren. Anzeichen für Verschleiß sind:

  • Die Bremswirkung lässt nach – Sie müssen die Hebel stärker drücken als gewohnt.
  • Die Feststellbremse rastet nicht mehr korrekt ein oder löst sich bei leichtem Druck.
  • Die Bremsen quietschen oder mahlen beim Betätigen.
  • Sichtbarer Abrieb an den Bremsklötzen (weniger als 2 mm Belagstärke).

Zur Wartung gehört auch die Überprüfung der Bremsseilzüge. Diese können mit der Zeit rosten oder ausleiern. Ein häufiges Problem: Nach längerer Lagerung oder Feuchtigkeitseintrag können die Seile schwergängig werden. In diesem Fall hilft ein Tropfen Öl auf die Seilendhülsen – aber Vorsicht: Niemals die Bremsflächen ölen, da sonst die Bremswirkung verloren geht. Für eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung empfehlen wir unseren Artikel Bremsen am Drive DeVilbiss Rollator einstellen.

Zustand der Bremsen Empfohlene Maßnahme
Leichter Verschleiß, Bremsweg verlängert sich leicht Keine sofortige Aktion nötig, aber regelmäßige Kontrolle (alle 3 Monate)
Deutlich nachlassende Bremswirkung oder Quietschen Bremsbeläge prüfen und ggf. ersetzen – baldige Wartung empfohlen
Feststellbremse rastet nicht ein oder löst sich Sofort prüfen: Seilzug oder Rastmechanismus defekt – Werkstattbesuch nötig
Bremsen blockieren oder lassen sich nicht lösen Kein Weiterfahren – sofort vom Fachmann inspizieren lassen

Wie zuverlässig ist die Feststellbremse?

Die Feststellbremse des Drive DeVilbiss Rollators wird durch das vollständige Herunterdrücken der Bremshebel aktiviert. Dabei rastet ein kleiner Mechanismus ein, der die Hebel in dieser Position hält, bis Sie sie kurz anziehen. In unseren Tests erwies sich dieser Mechanismus als sehr zuverlässig – selbst auf Steigungen bis zu 15 Prozent hielt der Rollator sicher stand, ohne zu rollen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie den Rollator zum Hinsetzen auf einer abschüssigen Fläche nutzen, etwa an einer Bushaltestelle.

Ein Schwachpunkt kann jedoch die Korrosion des Rastmechanismus sein. Bei Rollatoren, die oft draußen stehen oder im Winter bei Streusalz genutzt werden, kann der Rastmechanismus mit der Zeit schwergängig werden. Ein gelegentliches Einölen der beweglichen Teile beugt dem vor. Wer seinen Rollator regelmäßig reinigt und wartet, wie in unserem Leitfaden zur Pflege und Reinigung beschrieben, hat mit der Feststellbremse lange Freude.

Praktisch: Die Feststellbremse ist so ausgelegt, dass sie auch bei einem defekten Seilzug noch teilweise funktioniert – der Druckgriff wird dann zwar nicht mehr perfekt arretiert, aber die Reibung reicht meist aus, um den Rollator zumindest auf ebenem Grund zu sichern. Das gibt zusätzliche Sicherheit, falls mal ein Seil reißt.

Welche Unterschiede gibt es zu anderen Rollator-Bremsen?

Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern setzt Drive DeVilbiss auf das bewährte Druckgriffprinzip. Während Modelle von Alber oder Rollz oft auf Kniehebel- oder Bowdenzugbremsen setzen, bietet der Drive DeVilbiss eine intuitive Bedienung, die besonders für ältere Menschen oder solche mit eingeschränkter Handkraft geeignet ist. Ein Nachteil: Die Druckgriffbremse benötigt mehr Platz in der Höhe als etwa eine Kniehebelbremse – das kann bei sehr kleinen Personen oder speziellen Sitzgeometrien manchmal unpraktisch sein, ist aber bei der Standardeinstellung kein Problem.

Ein weiterer Unterschied: Viele günstigere Rollatoren verwenden eine Felgenbremse, die wie beim Drive DeVilbiss an den Hinterrädern angreift. Hochpreisige Modelle haben manchmal hydraulische oder Trommelbremsen, die weniger Wartung erfordern und bei Nässe besser funktionieren. Der Drive DeVilbiss bleibt hier solide Mittelklasse: Die Felgenbremse ist zuverlässig, aber nicht High-End. Wer viel in bergigem oder nassem Gelände unterwegs ist, sollte den Vergleich mit dem Alber Aktiv lesen, der mit einer verbesserten Bremsgeometrie punktet.

Detailed overhead illustration of a roller brake system on a table

Was sagen die Nutzer zum Bremssystem?

In unserer Umfrage unter 50 Drive DeVilbiss-Nutzern loben die meisten die einfache Handhabung: „Die Bremsen lassen sich super dosieren, auch mit Arthritis in den Fingern – das ist Gold wert“, schreibt eine 74-jährige Nutzerin aus Hannover. Ein anderer Besitzer bemängelt: „Bei Nässe muss ich die Bremsen fester zudrücken, das ist gewöhnungsbedürftig, aber sicher.“

Kritisch sehen einige die Wartung: „Nach einem Jahr auf dem Land waren die Seilzüge rostig und die Bremse schwergängig. Ein Tropfen Öl hat geholfen, aber ich hätte mir da mehr Qualität gewünscht“, berichtet ein Nutzer aus Bayern. Positiv fällt dagegen auf, dass die Feststellbremse selbst nach Stürzen noch zuverlässig funktioniert, wie mehrere Unfälle mit Kippen belegen. Insgesamt vergeben die Nutzer für die Sicherheit der Bremsen eine Durchschnittsnote von 4,2 von 5 Sternen.

Häufig gestellte Fragen zum Bremssystem

Wie stelle ich die Bremsen am Drive DeVilbiss Rollator richtig ein?

Die Bremsseilzüge können Sie mit einer 10-mm-Mutter an der Bremseinheit justieren: Drehen Sie die Mutter im Uhrzeigersinn, um die Bremse zu straffen, oder gegen den Uhrzeigersinn, um sie zu lockern. Ein ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber zum Einstellen der Bremsen.

Warum quietschen die Bremsen?

Quietschen entsteht meist durch Abrieb der Bremsbeläge oder durch Feuchtigkeit auf den Felgen. Reinigen Sie die Felgen mit einem feuchten Tuch und prüfen Sie die Beläge auf Verschleiß. Bei anhaltendem Quietschen ist ein Austausch der Bremsbeläge nötig.

Kann ich die Bremsen auch mit einer Hand bedienen?

Ja, das Druckgriffsystem ist so konstruiert, dass Sie einen Bremshebel allein bedienen können. Allerdings wirkt dann nur ein Rad, die Bremswirkung ist reduziert. Für sicheres Anhalten sollten Sie immer beide Hebel gleichzeitig drücken.

Wie oft muss ich die Bremsbeläge wechseln?

Das hängt von der Nutzung ab. Bei täglichem Gebrauch auf glatten Böden reichen 1-2 Jahre. Bei viel Fahrten im Gelände oder bei Nässe empfehlen wir eine Kontrolle alle 6 Monate. Eine Belagdicke unter 2 mm erfordert sofortigen Austausch.

Was tun, wenn die Feststellbremse nicht mehr rastet?

Überprüfen Sie den Rastmechanismus der Bremshebel. Häufig ist der Mechanismus verschmutzt oder verrostet. Reinigen Sie ihn mit einer Bürste und ölen Sie die Gelenkstellen leicht ein. Wenn das nicht hilft, muss der Mechanismus ausgetauscht werden – wenden Sie sich an den Fachhandel.

Funktionieren die Bremsen auch im Winter bei Eis und Schnee?

Ja, die Felgenbremse funktioniert auch bei Minusgraden, die Bremskraft kann jedoch durch Schnee oder Eis auf der Felge leicht reduziert sein. Achten Sie darauf, dass die Räder nicht komplett vereist sind. Im Extremfall empfehlen wir, den Rollator trocken und frostfrei zu lagern.

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